Mittwoch, 24. August 2016

Probleme beim Altarinzens

Der Altarinzens bereitet nicht nur den begleitenden Ministranten, sondern auch vielen Zelebranten oft Mühe und Schwierigkeiten. Zugegeben: Ganz einfach ist es tatsächlich nicht, zumal der Zlebrant bei den einzelnen Zügen ja auch noch zu beten hat. Mancherorts vereinfacht man den Vorgang, indem man die Ministranten nach Anreichung des Rauchfasses einfach an der Epistelseite des Altares "abstellt". Keine sehr gute Lösung. Kann man vom Zelebranten erwarten, daß er den Inzens ordentlich ausführt, so muß man auch seine korrekte Begleitung von den Ministranten erwarten können. Hier gibt es ein wenig Hilfestellung:
Link 1
Link 2


Warburg: Der Pfarrer und das Unkraut

Das kommt davon, wenn man sich nicht bücken will und Unkraut mit einem dieser sinnlosen Gasbrenner beseitigt:
Man setzt Terasse und Pfarrhaus in Brand!


Vielleicht... sollte man aber... dem Hochwürdigen Herrn eine Hl. Agatha für's Pfarrhaus schenken...
Also nur, falls er noch an die Wirkmächtigkeit unserer Heiligen glaubt. Wenn ich mir die Seite des "PV Warburg" so anschaue... Nun denn...


Auch könnte man ja zur Abwechslung mal wieder Agathazettel weihen und an das gläubige Volk verteilen. Falls noch mehr Warburger mit frei verkäuflicher Pyrotechnik für Heimwerker hantieren, dürfte das sinnvoll sein.


Montag, 22. August 2016

28. August: Meinolphustag in Böddeken

Am letzten Augustsonntag ist es wieder soweit: es ist Meinolphustag in Böddeken, d.h. eigentlich das Weihefest der ihm an seiner dortigen Geburtsstätte geweihten Kapelle.
Hier geht es zu einigen historischen Daten,
hier zu den alten Meinolphusliedern,
und hier schließlich gibt es  noch ein gemütvolles Gedicht, geschaffen von Pfarrer Ferdinand Heitemeyer zu Oesdorf, der sich auch um unser Diözesangesangbuch "Sursum Corda" Verdienste erworben hat.
Folgender Festablauf ist vorgesehen:

Die Pfarrgemeinde St. Jodokus Wewelsburg geht um 9 Uhr von der Pfarrkirche mit dem Musikverein in Prozession nach Böddeken.

Um 10 Uhr findet vor der Meinolphuskapelle das Festhochamt mit Festprediger Msgr. Ullrich Auffenberg statt.  

Nach der Messe ist Gelegenheit zum „Meinolphus-Plausch“ bei Bratwürstchen, Kaffee, Kuchen und kalten Getränken.

Zur Meinolfusfeier  ist  die  Verkehrsführung  auf der  Landstraße 751  von 9  bis 13 Uhr geändert.

Die Zufahrt auf der L 751 zur Kapelle erfolgt nur aus Richtung Kloster Böddeken. Von der Kreuzung Altenböddeken an ist die Landstraße in Richtung Kloster Böddeken gesperrt.

Donnerstag, 11. August 2016

Annentag: Nachlese

Hier nun die Nachlese zum Annentag.

Ich mache es mal so kurz wie möglich. 
Lichtenauer Prozession zieht mit Pfarrer, aber wieder einmal ohne Allerheiligstes. 
Aus 70 Gläubigen sind mittlerweile deren 20 geworden. Toller Absturz in nur 4 Jahren. 
Holtheimer Prozession hat 19 Gläubige, davon zwei auswärtige. Der für Holtheim zuständige "Pastor im Pastoralverbund" erwartet die Prozessionen in der Kapelle. Warum er die Holtheimer Prozession nie begleitet, obwohl dies von der Gemeinde gewünscht wird, entzieht sich der Kenntniss des Verfassers. An seiner körperlichen Verfassung kann die Nichtteilnahme nicht liegen. 
Obwohl Pastoralverbundstag, ist der dritte Geistliche des Verbundes garnicht da. Er macht unterdessen sein eigenes "Ding" in "seinen" Dörfern, obwohl laut amtlicher Propaganda sich der ganze PV in Amerungen versammeln soll. Na ja...
Das Hochamt beginnt. Eingangslied: "Lobe den Herren". Wie einfallslos.  Dafür funktioniert die Mikrophonanlage einwandfrei. "Weihrauch, der Weihrauch muß mal hierhin kommen!" erfährt die interessierte Schar der Gläubigen. Alle mehr oder weniger geflüsterten "Regieanweisungen" werden auf diese Weise die ganze Messe über ins gläubige Kirchenvolk transportiert.
Gloria: "Gott in der Höh sei Preis und Ehr". Paderborner Glorialieder gibt es anscheinend nicht. Die Nummer wird auch nicht angesagt. Also singe ich den Text, den ich als Kind aus dem Sursum Corda gelernt habe. Viele Ältere machen es ebenso. Dazwischen der Gesang einiger Profi-Konzilskatholikinnen, die alle Nummern aus dem neuen GL jetzt schon auswendig wissen. Sie gucken böse. Ihr Gesang fällt aber nicht großartig auf. Man trägt, wie dem Annentage angemessen, weiße Caseln (Polenware), liest aber die Messe vom x-wer-weiss-wievielten Sonntage im Jahreskreis.  Liturgischer Murks erster Güte. Das Volk bemerkt das Fehlen der Annenmesse sehr wohl und murrt. 
Predigt unter dem Motto: "Früher war alles besser". Herr Pfarrer macht uns allen klar, das früher eben nichts besser, sondern nur anders war. Beharren auf Traditionen ist etwas generell schlechtes. Sein Beispiel: Die Schützenvereine (die er ohnehin haßt wie die Pest), die in ihren Schützenmessen immer noch die Messe "Hier liegt vor Deiner Majestät" singen. Er bezeichnet den Text als einfach nur schrecklich und nennt die unbelehrbaren Orte Holtheim, Grundsteinheim und Kleinenberg auch gleich beim Namen. Was das ganze Gerede mit dem Annentag und der Verehrung der Hl. Mutter Anna zu tun hat, weiss wohl nur der Herr Pfarrer. Der Rest ist bedeutungsloser Pastoralsprech im Sinne der zurechtgeschusterten Pastoralvereinbarung und des "Zukunftsbildes" der Diözese.
Die Opfermesse dauert nur halb so lang wie die Vormesse, obwohl es in jener nur eine Lesung gab. 
Opferungslied: "Was uns die Erde Gutes spendet". Klar, was anderes als diese Pantheistenhymne können die meisten Blaskapellen ja auch nicht mehr spielen. Billig und gut halt...
Sanctus: Choralsanctus vom Kirchenchor, endlich mal nicht der olle Schubert. 
Kanon: recht vorkonziliar... Man beginnt mit den Wandlungsworten, alles andere hat man schon leise unterm Sanctus gebetet. 
Beim Pater noster müssen sich alle bei den Händen nehmen. Ich murmele in meine Umgebung: "Wer mich anpackt, hat blaue Augen!" Das wirkt. Zehn Holtheimer stehen wie eine Wand, wir alle fassen uns nicht an. Beim Friedensgruß dasselbe Spektakel. Wieder ohne uns.
Zur Kommunionspendung wurden die Kommunionhelfer von Meßdienern mit roten Regenschirmen begleitet. Früher hatte man für sowas Fähnchen...
Ein Regenschirm nähert sich dem Pfarrer. Dieser, dank Mikrophon für alle gut verständlich: "Nein, ich teile nicht aus. Ich hab doch meine Allergie, da setz ich mich lieber hier hin." Zur Kommunionspendung singen wir "Christen singt mit frohem Herzen", wieder ohne Nummernangabe. Nur gut, daß die Sänger im Kirchenvolk die alten Lieder noch auswendig können.
Vor dem letzten Segen wird uns noch schnell ein syrisch-katholischer Flüchtling vorgestellt, der im Dorfe untergekommen ist und um den sich einige Freiwillige aus der Kirchengemeinde kümmern. Der arme Kerl kam mir so etwas von vorgeführt vor. Habe mir immer vorstellen müssen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich dort vor 500 Gläubigen meine frisch erworbenen Sprachkennnisse unter Beweis stellen müßte. Schluck...
Zum Schluß durften wir dann sogar mit Ansage der Nummer drei Strophen "Mutter Anna, Dir sei Preis!" singen. Wie gütig.
Über die anschließende weltliche Feier gibt es nichts zu berichten. Sie war wie immer: kulinarisch ausgewogen und feuchtfröhlich.
Den Helfern für den kirchlichen und weltlichen Teil der Feier muß hier einmal ein Lob ausgesprochen werden: Um Kapellenschmuck und Logistik aller Art hatten sich alle ganz vorbildlich gekümmert.
Nun denn: wir hoffen also auf bessere Zeiten. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.


Dienstag, 2. August 2016

Annentag 2016 in Amerungen

Da auf der Heimatseite des Pastoralverbundes Lichtenau wieder einmal weniger als Nichts zum Annentage zu finden ist, wollen wir ihn wenigstens hier ankündigen.
Aber der Annentag ist doch in Brakel" werden jetzt viele sagen. Sicherlich, das stimmt. Der Brakeler Annentag ist sogar "ein wenig" größer als der in Amerungen. Dafür ist "unser" Annentag aber seit 1670 nachweisbar, die Brakeler Kirmess gibt es erst seit etwa 1755.
Beide Annentage sind alt und ehrwürdig. Da der oberwaldische ja in den Medien mehr präsent ist, geht es heute also um den Annentag in Amerungen im Unterwaldischen.
Amerungen ist Filialgemeinde der Pfarrei St. Kilian in Lichtenau und hat heute genau 0 Einwohner und eine hübsche Barockkapelle, die der Hl. Mutter Anna geweiht ist. Folgendes Programm ist für den Annentag vorgesehen:

8.00 Uhr Auszug der Lichtenauer Prozession ab Pfarrkirche.
8.30 Uhr Auszug der Holtheimer Prozession ab Pfarrkirche, im Pfarrbrief fälschlich als "Pilgerweg mit meditativen Einlagen" gekennzeichnet. Keine Angst: Wie mir versichert wurde, beten wir die alten Gebete und singen die altbekannten Lieder, wie immer schon üblich. Experimente wird es keine geben, da die Geistlichkeit die Begleitung der Prozession seit Jahren verweigert und uns stattdessen an der Kapelle erwartet. 

9.30 Uhr  Festhochamt an der Annenkapelle in Amerungen.

Anschließend gemütliches Beisammensein am Annenberge. Für das leibliche Wohl in Form von Speis und Trank ist reichlich gesorgt. Das Blasorchester Lichtenau sorgt für Unterhaltung.

Montag, 4.8.:
8.00 Uhr: Hochamt an der Annenkapelle in Amerungen;
anschließend Frühstück und gemütliches Beisammensein am Annenberge.
Montag, 8. August 2016:

8.00 Uhr Hochamt an der Annenkapelle, 

anschließend Frühstück und gemütliches Beisammensein. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.  

Besonderer Dank von dieser Stelle aus schon einmal an die vielen fleißigen Helfer, die den alten Heimattag von Soratgau und Sintfeld trotz aller widrigen Umstände nicht untergehen lassen, obwohl er der Geistlichkeit offenbar seit Jahren ein ziemlicher Dorn im Auge ist.

Weitere Informationen und Bilder gibt es hier. 






 

 

 

 

 

Leider zieht die Lichtenauer Prozession nun schon seit 2012 Allerheiligstes zur Kapelle. Warum man diese 300-jährige Tradition aufgegeben hat, erschließt sich den Gläubigen nach wie vor  nicht. Die Begründungen dafür sind mehr als fadenscheinig, zumal drei Priester im Pastoralverbund sind, die diese Aufgabe übernehmen könnten. Hochwürdige Geistlichkeit: Was 300 Jahre ging, geht auch heute! In Brakel geht das schließlich auch. Die Begründung, Prozessionen mit dem Allerheiligsten vor der Hl. Messe seien vom Konzil verboten worden, ist nachgeradezu dä...(zensiert). Als nächste Begründung gab man an, Aussetzungsämter seien heute auch nicht mehr erlaubt und nach der Prozession sei auch nicht der Segen gegeben worden. Erstens war das Allerheiligste unter dem Hochamt immer in der Kapelle ausgesetzt, das Amt wurde aber draußen gesungen (also kein Aussetzungsamt!), und zweitens hindert den Hochwürdigen Herrn Pfarrer ja niemand daran, das Allerheiligste vor dem Hochamt zu reponieren. Der Hochaltar verfügt schließlich über einen Tabernakel. Drittens wurde die Prozession bis zur Liturgiereform natürlich immer mit dem sakramentalischen Segen beschlossen, wie es sich gehört. Den Segen abgeschafft und damit liturgische Unkorrektheiten geschaffen hat man erst in den letzten 35 Jahren.
Nun denn, die geistlichen Herren kommen und gehen seit Jahrhunderten, der Annentag aber bleibt. 
So bleibt den Gläubigen aus dem Soratgau immer noch die Hoffnung auf bessere Zeiten. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

Amerungen

Amerungen, trautes Fleckchen Heimaterde, in der Altenau lieblichem Grunde,
stilles Kapellchen am Waldesrande, wieder bist Du in aller Munde.
 
Da, wo saftige Wiesen sich dehnen, lag einst ein Dörfchen mit sonnigen Breiten,
bis es versank und Wüstung wurde, in dem dunklen Gewoge der Zeiten.
 
Deines Namens hehren Klang konnte die Zeit Dir nicht rauben,
frohe Urständ ward Dir beschieden aus der Väter tieffrommem Glauben.
 
Anna, die heilige Mutter und Frau, ward zu besonderem Schutz Dir gegeben,
daß in Zucht, in Liebe und Treue rings erblühe das dörfliche Leben.
 
Fromme Pilger nahen in Scharen, knien in Andacht vor Deinem Bild.
Sei ihnen allen, Mutter der Gnade, mit Deiner Tochter Helferin mild!
(Heinrich Rüthing, 1954)

Montag, 1. August 2016

Petri Kettenfeier

1. August: Petri Kettenfeier (S. Petri ad Vincula, duplex majus).

Da das heutige Fest bereits 1960 der Rubrikenreform zum Opfer fiel, soll wenigstens hier daran erinnert werden. 
Auf dieser Seite kann man übrigens die liturgischen Kalender für alle Jahre nach den verschiedenen Rubriken/Kalendern aufrufen. 
Mehr erfährt man auch hier
 

 

Weltjugendtag: liturgische Kleidungsfragen

Eines vorweg: ich halte den Weltjugendtag durchaus für eine sehr sinnvolle Einrichtung, auch wenn die liturgischen Feiern bei "Massenveranstaltungen" aus diversen Gründen nicht mein Fall sind. 
Eher zufällig bin ich auf einen Filmbeitrag zu einer Sakramentsandacht mit dem Papst gestoßen. 
 
Unser Hl. Vater hat bei diesem Treffen wieder einmal ein gutes Beispiel für korrektes liturgisches Auftreten gegeben... Man schaue einmal hier, konkret bei 1.41.02. Im weiteren Verlauf taucht das Problem noch öfters im Bild auf. 
Seit wann zieht man den Chormantel direkt über die Soutane? Unter dem Chormantel ist grundsätzlich Chorkleidung, in seinem Falle also wenigstens Rochett, zu tragen. Das wußte vor 50 Jahren noch jeder kleine Dorfkaplan und handelte entsprechend. Man muß sich nicht wundern, daß allüberall Priester in Sackalben mit "Überstola" herumlaufen, wenn selbst der Stellvertreter Christi simpelste liturgische Vorschriften nicht einhält und sich über alles hinwegsetzt. 
Man mag mir jetzt Kleinkrämerei vorwerfen. Aber: Wer im Kleinen fehlt, fehlt auch im Großen. Das sagten schon unsere an Lebenserfahrung gewiß nicht armen Großmütter. 
Zudem ist man es irgendwann leid, allüberall auf Geistliche zu treffen, die in der Liturgie wie "Hansebummels" herumlaufen. Hier wurden, wie man hört, beim Liborifeste schon mehrmals Gastpriester gesichtet, die erst in den Gebrauch eines Schultertuches eingewiesen werden mußten... Zum Lobe der "Paderborner" muß hier allerdings auch einmal erwähnt werden, daß in der dortigen Kathedrale niemand halb oder inkorrekt angezogen an den Altar kommt. Da habe ich in anderen Domkirchen schon weitaus schlimmeres erlebt.
Auf den Dörfern findet man übrigens des öfteren Kirchenküster(innen), die garnicht mehr wissen, was ein Chormantel überhaupt ist...