Mittwoch, 4. April 2018

Ostervigil im alten Ritus

In diesem Jahr durfte die Ostervigil "ad experimentum" in einigen Gemeinden wieder in der alten Form gefeiert werden, die ja bereits unter Papst Pius XII abgeschafft worden war.
Meine Ansicht: Wunderschön!

Hier geht es zum Film.


Osterkerzenunfall

Liturgie: Entweder man kann es...
...oder man kann es nicht.

Hier sieht man mehr.

Dienstag, 3. April 2018

Liturgieterror im PV Dunkelwald I

Palmsonntag 2018 im Pastoralverbund Dunkelwald*, irgendwo in den Weiten des Hochstiftes P. im Westfälischen gelegen. Diverse in Sachen Brauchtumspflege gänzlich unerfahrene Mütter nebst zweier ausgebildeter Theologinnen mit abgeschlossenem Studium haben die Kinder wieder einmal artfremde "Palmstöcke" basteln lassen. Im Dorfe Glasheim kam der Pfarrer zur Palmsonntagsmesse. Es entstand das übliche neo-liturgische Theater: "...jetzt wedeln wir mal alle mit unseren schönen Palmstöcken", "stellt Euch mal alle mit den Palmstöcken um den Altar", "wir fassen uns jetzt alle bei der Hand, weil Jesus unser Vater ist", "wir bleiben angefaßt", etc. etc. etc.
Das es natürlich auch einen Friedensgruß gab, der beinahe die Länge der Opfermesse erreicht hätte, versteht sich von selbst. Dem Organisten hatte man die falsche Nummer des Festliedes "Singt dem König Freudenpsalmen" aufgeschrieben. Es findet sich nämlich im neuen Gesangbuch mit der kurkölnischen Weise, weshalb es im Anhang für die Erzdiözese Paderborn noch einmal mit der hierzulande üblichen Melodie abgedruckt ist. Aber das braucht man als Pfarrer ja mal wieder nicht zu wissen. Wenn dann allerdings der Organist anmerkt "ja, das hat er aber so aufgeschrieben, dann muß ich das auch so spielen" und damit jedwedes Mitdenken ebenfalls einstellt, muß man sich nicht wundern, wenn niemand mitsingt und die Leute verärgert sind.
"Der Knaller" aber kam vor dem letzten Segen:
Der Herr Pfarrer guckte die in der zweiten Bank sitzende Pfarrsekretärin an und fragte: "Sagen Sie mal, Frau Sowieso, haben wir eigentlich die Palmzweige geweiht?" Antwort: "Nein, Herr Pastor!". Daraufhin der Herr Pfarrer ganz forsch: "Ach, dann brauchen wir das jetzt auch nicht mehr zu machen."
Am Küster lag es nicht, Weihwasser war reichlich vorhanden...
Im Radio gab es vor Jahren Satiremeldungden, die immer mit folgender Bemerkung begannen:

"Herzlich willkommen im  Land der Bekloppten und Bescheuerten."
Ich hätte nie gedacht, daß man diesen vulgären Satz auch einmal auf Teile unserer heiligen Kirche anwenden müßte. 

*alle hier auftauchenden Namen sind verändert...

Montag, 26. März 2018

Muslimischer Terror im Krankenhaus

In Österreich bestimmen jetzt schon vollverschleierte Moslem-Frauen, wer sich wann und wo im Krankenhaus aufhalten darf. Das alles wird auch noch von den Klinikleitungen toleriert.
Man lese selbst.

Dienstag, 27. Februar 2018

Karwochenliturgie im alten Ritus erlaubt

Manchmal weiß man wirklich nicht, wie man die Vorgänge in Rom einordnen soll oder darf. Einmal macht der Heilige Vater aus seiner tiefen Abneigung gegen den alten römischen Ritus kein Geheimnis, ein anderes Mal wird "von Rom" (was immer man darunter zu verstehen hat) erlaubt, die Karwochenliturgie in der alten römischen Form zu feiern, wie sie bis 1951 bzw. 1956 Gültigkeit hatte. Das ist sehr begrüßenswert, wird doch die Reform der Karwoche von den meisten Liturgihistorikern als sehr "verunglückt" betrachtet, sieht man einmal von der Verlegung der Ostervigil auf den Abend einmal ab.
Einen kurzen Bericht zur Wiedererlaubnis gibt es auf dem Blog "Beobachtungen aus demExil".
Bei Wikipedia findet man eine kurze Übersicht über die verunglückten "Reformen" der 1950iger Jahre.


Donnerstag, 22. Februar 2018

Totenläuten

Ist auf dem Lande jemand gestorben, wird dies der Gemeinde, damit sie für seine Seelenruhe bete, mit dem Totenläuten kundgetan. Es geschieht zu unterschiedlichen Uhrzeiten, oft aber am Mittag direkt nach dem Angelus-Läuten.
So gab vor Jahrzehnten der selige Pfarrer zu H. in der Senne dem nicht ortskundigen, neu angestellten Küster folgende Dienstanweisung:

"Wenn der Engel des Herrn in den letzten Zügen liegt, fangen Sie mit dem Totenläuten an!"

Hier und hier noch ein paar schöne Filmchen!


Donnerstag, 8. Februar 2018

Die Predigtlänge

Der Heilige Vater beschäftigt sich derzeit mit Länge und Qulität von Predigten, wie man beim Kreuzknappen lesen kann. Wenngleich ich auch nicht gerade ein großer Verehrer von Franz dem Ersten bin, muß ich doch sagen, daß er mir diesmal aus der Seele gesprochen hat. 
Unser derzeitige geistliche Herr predigt vor dem Introitus 5 Minuten, nach dem Evangelium 15 Minuten und vor dem letzten Segen noch einmal 5 Minuten. Ein fürchterlicher "Erklärbär", der alles dreifach wiederholt, damit seine dummen Schäfchen es auch bloß verinnerlichen. Folge: Keiner hört mehr zu oder man fährt ins Nachbardorf, wo ein anderer Priester zelebriert. Der Zelebrantenplan des "Pastoralverbundes" L. wird mittlerweile heimlich "schwarz" weitergereicht, damit man ausweichen kann. 
Was waren es doch für selige Zeiten, als die Predigt nicht zur Liturgie gehörte und vor dem Hochamte gehalten wurde. Sehr praktisch war es auch, wenn die Männerwelt unter der Predigt von der Orgelbühne in den Läuteboden des Kirchturmes schlüpfen konnte. In einem mir bekannten Orte des Hochstiftes soll diese Turmetage immer recht verqualmt gewesen sein...
Unser betagter Pfarrvikar, vor der Vertreibung auch Domprediger in Breslau gewesen, sagte immer, eine Predigt solle nicht länger als 5 bis 7 Minuten dauern, da die Leute sonst nicht mehr zuhören würden und sich nichts merkten. Recht hatte er!
Falls man mir nun vorwerfen möchte, ich sei ein Freund der 40-Minuten-Schnell-Schnell-Messe:
Nein, die Liturgie darf von mir aus ruhig 2 Stunden dauern. Ich möchte aber nicht zugetextet werden. Ein der göttlichen Majestät geschuldeter Kultus ist nicht dazu da, Leute zu belehren und seine vermeintliche Redekunst zur Schau zu stellen. Wir sind schließlich gottlob keine Protestanten. Die reden ja erfolgreich seit Jahrhunderten ihre Kirchen leer. 

Predigt in der Pfarrkirche zu Insbruck, von Adolph von Menzel.
Quelle: Wikimedia.